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Neu im Curriculum: Haltung und Ausrichtung als eigenes Modul
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Neu im Curriculum: Haltung und Ausrichtung als eigenes Modul

Jonas Weidmann stellt vor, wie das Modul Körperhaltung und Ausrichtung im Studio aufgebaut ist, was Teilnehmende üben und welche Wirkung auf der Bühne realistisch ist.

Jonas Weidmann 5 Minuten Lesezeit

Warum das Modul jetzt neu gefasst wurde

In den vergangenen Monaten haben wir im Studio bemerkt, dass viele Redner mit einem ähnlichen Anliegen zu uns kommen: Sie wissen, was sie sagen wollen, doch ihr Körper erzählt etwas anderes. Die Schultern wandern nach oben, das Gewicht liegt auf den Fersen oder wechselt unruhig von einem Bein auf das andere. Das Publikum nimmt das wahr, lange bevor der erste Satz zu Ende gesprochen ist.

Aus dieser Beobachtung heraus haben wir das Modul Körperhaltung und Ausrichtung neu geordnet. Es steht nun als eigener Baustein im Curriculum, mit klarem Anfang und klarem Ziel. Sie lernen, Stand, Atem und Bewegung so auszurichten, dass Sie auf der Bühne sicher und gelassen wirken. Das klingt schlicht, verlangt aber genaue Arbeit, die wir ohne Eile angehen.

Die Neufassung ändert nichts an unserem Grundsatz: Wir arbeiten ruhig, diskret und ohne Druck. Niemand wird vor der Gruppe vorgeführt, und niemand muss etwas leisten, das er nicht zuvor in Ruhe erprobt hat.

Was Sie im Modul konkret üben

Der Einstieg ist die Wahrnehmung. Bevor wir etwas verändern, lernen Sie, Ihren gewohnten Stand zu spüren: Wie verteilt sich das Gewicht auf den Füßen, wo sitzt Spannung, wie verläuft der Atem, wenn Sie einfach stehen. Viele Teilnehmende sind überrascht, wie wenig sie davon bisher bemerkt haben.

Danach folgt die Ausrichtung selbst. Wir arbeiten mit dem Lot vom Scheitel bis zu den Füßen, mit der Stellung des Beckens und mit einem Brustkorb, der sich weiten darf. Jonas Weidmann führt Sie dabei mit wenigen, genauen Hinweisen, nicht mit langen Erklärungen. Kleine Korrekturen genügen oft, damit sich der ganze Körper anders anfühlt.

Zum Schluss verbinden wir den Stand mit Bewegung: ein Schritt nach vorn, ein Wechsel des Standorts, eine Geste. Die Ausrichtung soll nicht nur im Stillstand tragen, sondern auch dann, wenn Sie sich auf der Bühne bewegen.

  • Wahrnehmung des gewohnten Stands
  • Lot, Becken und Brustkorb ausrichten
  • Atem im aufrechten Stehen spüren
  • Schritte und Gesten, ohne die Haltung zu verlieren

Wie ein Termin im Probenraum abläuft

Ein Termin beginnt mit einer kurzen Ankunftsphase. Sie legen Jacke und Tasche ab, stehen barfuß oder in flachen Schuhen und lassen den Alltag ein wenig zurücktreten. Danach folgen einfache Übungen im Stehen, die den Körper aufwecken, ohne ihn zu ermüden.

Im Hauptteil arbeiten Sie abwechselnd allein und mit Rückmeldung. Wir halten fest, was sich verändert hat, und benennen es in schlichten Worten. Nicht jede Übung gelingt sofort, und das ist vorgesehen: Das Modul rechnet mit Wiederholung, weil sich Haltung nur langsam umlernen lässt.

Am Ende nehmen Sie zwei oder drei kurze Übungen mit, die Sie zu Hause oder vor einem Auftritt in wenigen Minuten wiederholen können. Sie brauchen dafür keine Geräte, nur etwas Platz und einen ruhigen Moment.

Für wen das Modul gedacht ist

Das Modul richtet sich an Führungskräfte, Keynote-Redner und Fachleute, die regelmäßig vor Publikum sprechen und merken, dass ihre körperliche Wirkung hinter dem Inhalt zurückbleibt. Besondere Vorkenntnisse brauchen Sie nicht. Wichtig ist nur die Bereitschaft, sich auf genaue, manchmal ungewohnte Körperarbeit einzulassen.

Auch wer bereits Erfahrung auf der Bühne hat, findet hier Neues. Gerade geübte Redner haben sich oft Gewohnheiten angeeignet, die sie selbst nicht mehr bemerken: ein leichtes Hohlkreuz, ein verschränkter Arm, ein Blick, der zu früh zur Seite geht. Solche Muster lassen sich nur in ruhiger Umgebung erkennen.

Das Modul kann einzeln besucht oder mit den anderen Bausteinen des Curriculums verbunden werden, etwa mit der Zwerchfellatmung oder der theatralen Präsenz. Welche Reihenfolge sinnvoll ist, klären wir im Gespräch.

Was Sie realistisch erwarten dürfen

Ein Modul ersetzt keine jahrelange Gewohnheit, aber es verändert den Ausgangspunkt. Nach den ersten Terminen bemerken die meisten Teilnehmenden, dass sie sich ihres Stands bewusster sind und Anspannung früher erkennen. Das allein wirkt schon beruhigend, auf Sie wie auf das Publikum.

Versprechen über bestimmte Ergebnisse geben wir nicht. Wie schnell sich etwas setzt, hängt davon ab, wie oft Sie üben und wie vertraut Ihnen die Übungen werden. Wir zeigen Ihnen den Weg und begleiten ihn, gehen müssen Sie ihn selbst.

Hilfreich ist, wenn Sie Ihren nächsten Auftritt bereits im Blick haben. Dann können wir die Übungen daran ausrichten und im Probenraum schon einmal durchspielen, wie Sie den Raum betreten und Ihren Platz einnehmen.

So bereiten Sie sich auf den ersten Termin vor

Bringen Sie bequeme Kleidung mit, in der Sie sich frei bewegen können, und wenn möglich Schuhe mit flacher Sohle. Wenn Sie einen konkreten Auftritt planen, notieren Sie vorab, wie lange Sie sprechen, ob Sie stehen oder sitzen und wie groß der Raum ungefähr ist. Diese Angaben helfen uns, die Übungen passend zu wählen.

Sie müssen nichts vorbereiten, was Sie überfordert. Ein offener Blick auf die eigenen Gewohnheiten reicht. Manche Teilnehmende filmen sich vorab kurz bei einem Vortrag, um Muster zu sehen. Das ist möglich, aber keine Bedingung.

Die Anfrage erfolgt über das Formular auf der Seite Anfrage. Wir melden uns diskret und besprechen mit Ihnen, welcher Rahmen zu Ihrem Anliegen passt.

  • Bequeme Kleidung und flache Schuhe
  • Angaben zu Ihrem nächsten Auftritt
  • Offenheit für genaue Körperarbeit

Körperhaltung und Ausrichtung ist kein Selbstzweck, sondern die Grundlage, auf der Stimme und Präsenz erst tragen. Das neu gefasste Modul gibt dieser Grundlage Zeit und Raum. Wenn Sie spüren möchten, wie sich ein ruhiger, aufrechter Stand anfühlt, laden wir Sie ein, den ersten Termin im Probenraum auszuprobieren. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.