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Unterricht

Lehransatz

Wie wir unterrichten: aufeinander aufbauende Übungen, selbstständige Praxis zwischen den Terminen und ruhige, konkrete Rückmeldung zu Ihrem Auftritt.

Ablauf

Vom ersten Gespräch zum sicheren Auftritt

Der Weg beginnt mit einem Gespräch über Ihre Auftritte und endet mit einer erprobten Rede. Dazwischen liegen Übung, Wiederholung und Rückmeldung in einem Tempo, das zu Ihnen passt.

  1. Erstes Gespräch

    Sie schildern Ihre Auftritte, Ihre Erfahrung und das, was Sie verändern möchten. Wir hören zu und klären, welche Module und welche Unterrichtsform zu Ihnen passen.

  2. Körperliche Basis

    Zuerst arbeiten Sie an Stand, Haltung und Körperwahrnehmung. Spannung löst sich, und Sie lernen, aufrecht und ruhig zu stehen, bevor Stimme und Auftritt hinzukommen.

  3. Atem und Stimme

    Sie üben Zwerchfellatmung, Atemstütze und Resonanz. Diese Übungen geben Ihrer Stimme Tragfähigkeit und helfen, auch längere Vorträge gelassen durchzuhalten.

  4. Präsenz entwickeln

    Mit Methoden aus dem Schauspiel üben Sie Blickführung, Pausen und den Auftritt selbst. Sie lernen, Wirkung bewusst zu setzen, statt sie dem Zufall zu überlassen.

  5. Eigene Rede proben

    Sie proben Ihre Rede vor Publikum und erhalten konkrete Rückmeldung. Danach verfeinern Sie einzelne Stellen und wiederholen, bis Haltung, Atem und Wirkung zusammenpassen.

Haltung

Was unsere Arbeit im Unterricht leitet

Wer vor Publikum spricht, tut das oft unter Druck. Deshalb ist die Art, wie wir unterrichten, ebenso wichtig wie der Inhalt. Drei Grundsätze bestimmen den Alltag im Studio und prägen jede Übung, jede Rückmeldung und jedes Gespräch mit Ihnen.

  1. Ruhe

    Ruhe zeigt sich zuerst im Raum selbst. Wir arbeiten ohne Hektik, in kleinen Gruppen oder einzeln, und lassen Übungen ausreichend Zeit. Sie sollen merken, wie sich Spannung löst, wenn Atem und Stand zusammenfinden. Diese Gelassenheit übertragen Sie später auf die Bühne.

  2. Präzision

    Präzision heißt, genau hinzusehen und zu hören. Die Dozenten benennen konkret, was an Haltung, Atem oder Blick wirkt und was nicht. Statt allgemeiner Urteile erhalten Sie kleine, umsetzbare Hinweise, die Sie sofort ausprobieren und beim nächsten Mal überprüfen können.

  3. Diskretion

    Diskretion schützt Ihren Probenraum. Ihre Reden, Unsicherheiten und Rückmeldungen bleiben im Studio. Das gilt für das Einzelcoaching ebenso wie für die Gruppe. Nur in diesem geschützten Rahmen lässt sich offen üben, auch das, was noch nicht gelingt.

Selbstständiges Üben

Was Sie zwischen den Terminen selbst tun

Der Unterricht gibt Richtung und Rückmeldung, die Veränderung entsteht aber im Alltag. Deshalb gehört das eigenständige Üben fest zum Lehransatz. Es ist kurz, klar umrissen und lässt sich in einen vollen Terminkalender einfügen.

Kurze tägliche Atemübungen

Atemübungen sind klein, aber wirksam. Wenige Minuten am Morgen oder vor einem Termin genügen, um die Zwerchfellatmung zu festigen. Sie lernen im Studio, worauf Sie achten, und führen die Übung danach selbst aus. So wird aus einer bewussten Handlung mit der Zeit eine selbstverständliche Gewohnheit.

Haltung im Alltag beobachten

Stand und Ausrichtung üben Sie nicht nur im Studio. Achten Sie im Gespräch, in Sitzungen oder beim Warten darauf, wie Sie stehen und wo Sie Spannung halten. Dieses stille Beobachten schärft die Wahrnehmung, und kleine Korrekturen wirken oft stärker als lange Einzelübungen.

Die eigene Rede laut sprechen

Lesen Sie Ihren Redetext regelmäßig laut, am besten im Stehen und mit bewussten Pausen. Hören Sie darauf, wo der Atem reicht und wo die Stimme nachlässt. Diese Eigenprobe bereitet die Arbeit im Probenraum vor und zeigt, welche Stellen Sie im Unterricht vertiefen möchten.

Eigene Beobachtungen festhalten

Notieren Sie nach Übungen und Auftritten kurz, was gelungen ist und was Sie überraschte. Diese Notizen bringen Sie zum nächsten Termin mit. Sie helfen den Dozenten, Ihre Fortschritte einzuordnen, und machen für Sie selbst sichtbar, wie sich Ihr Auftritt Schritt für Schritt verändert.